| 61 Wäsche und Bekleidung: Reinigung
und Pflege
Jeder Familie bzw. zusammengefaßten Personengruppe stand wöchentlich
ein Eimer heißes Wasser, angereichert mit etwas Soda, für Körperpflege
und Wäsche zur Verfügung, wobei es im Ermessen der Beteiligten
lag, in welcher Reihenfolge die Säuberung vollzogen wurde und natürlich
auch, wer zuerst dran war und folglich das noch saubere Wasser nutzen durfte. |
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| 62 Ähnlich ging es beim Dusch-Tag
zu. Jede Familie oder Gruppe durfte in längeren Zeitabständen
für einige Minuten den Duschraum benutzen. Die Jugend baute diesen
Akt bis zur Perfektion aus und nutzte in 2-3facher Gruppenzahl den engen
Raum in der vorgeschriebenen Zeit, indem jeweils einer den andern in kurzer
Frist kräftig abschrubbte. |
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Die nasse Wäsche wurde u.a. auf Büschen und Zäunen getrocknet
und die Garderobe nachts auf dem Strohsack ausgebreitet und mittels eigener
Körperwärme (soweit ausreichend vorhanden) „gebügelt„. Als
wir im zweiten Abschnitt der Internierung in Nordjütland in Baracken
wohnten, leistete uns das Ofenrohr den Bügeldienst, vorausgesetzt
der Torf war trocken und stand auch zur Verfügung. |
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Das tägliche Lagerleben in Nordjütland unterschied sich im übrigen
nur wenig von den bisherigen Aufenthalten der Internierten. Als allerdings
der Winter näher rückte, wurde es in den Holzbaracken empfindlich
kalt. Unser Öfchen tat was es konnte, aber der widerspenstige Torf,
der knapp zugemessen vor jeder Haustür lagerte, hatte noch viel Nässe
gespeichert und trat in den Streik. |
Det daglige lejrliv
i Nordjylland adskilte sig iøvrigt kun lidt fra de interneredes
hidtidige ophold. Men da vinteren rykkede nærmere, blev der føleligt
koldt i træbarakkerne. Vores lille ovn gjorde, hvad den kunne, men
den modvillige tørv, der knapt tilmålt lå udenfor hver
husdør, havde oplagret altfor megen væde og gik i strejke. |
| 72 Anders der Frost, der bald durch
die dünnen Wände eindrang und sich selbst in der Nähe des
Ofens niederließ. Wir trauten uns kaum noch aus den Betten, zumal
sich an Händen und Füßen schmerzhafte Frostbeulen abzuzeichnen
begannen. Es mußte etwas geschehen – und es geschah, wenn auch nahezu
„gespenstisch„. |
Det gjorde frosten imidlertid ikke, snart trængte den igennem
de tynde vægge og slog sig ned selv i nærheden af ovnen. Vi
vovede os knap nok ud af sengene, også fordi der begynde at aftegnes
smertefulde frostknuder på hænder og fødder. Der måtte
ske noget -- og det skete, selv om det var næsten spøgelsesagtigt. |
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Eines Tages rollten einige Lastwagen mit Möbeln über die Lagerstraßen.
Als sie etwas später ausgeladen werden sollten, waren sie bereits
leer. Trotz sofortiger Großfahndung im Lager ergab sich keine Spur.
In der folgenden Nacht bekamen die Zaunpfähle des Lagerzaunes Beine,
befreiten sich fein säuberlich vom Stacheldraht und wurden nie mehr
gesehen. Ich wurde wach, als ein besonders korpulenter Pfahl unter meinem
Bett Platz nahm. |
En dag rullede en lastbil med
møbler hen over lejrgaderne. Da den lidt senere skulle losses, var
den allerede tom. Trods øjeblikkelig stor eftersøgning i
lejren var der intet spor af møblerne. I den følgende nat
fik hegnspælene ben at gå på, de gjorde sig på
nydelig måde fri fra pigtråd og blev ikke set mere. Jeg vågnede
ved at en korpulent pæl tog plads under min seng. |
| 74 Beteiligt war ich an der rein
weiblichen Initiative nicht, denn mutig war ich eher in der Theorie, aber
ich sang am frühen Morgen kräftig mit, um die unumgänglichen
Sägegeräusche zu übertönen, bevor unser Öfchen
das Ergebnis der kühnen Tat in Rauch auflöste. |
Jeg deltog ikke i dette rent kvindelige initiativ, for jeg var snarere
modig i teorien, men jeg sang kraftigt med i den tidlige morgen for at
overdøve den uundgåelige lyd af savningen, før vores
ovn opløste resultatet af den dristige dåd i røg. |
| 75 In dieser Nacht verschwand auch
das Schilderhäuschen am Eingang des Lagers und ist nie wiedergefunden
worden, was den diensthabenden Wachmann am meisten hätte verwundern
sollen. Hausdurchsuchungen fanden statt, Belohnungen wurden ausgesetzt,
seitens des Lagerkommandanten sogar den Schuldigen Straffreiheit zugesichert,
doch alle Beteiligten (und auch die Unbeteiligten) hielten dicht. Der „Spuk„
wurde nie aufgeklärt. |
Den næste nat forsvandt også skilderhuset ved lejrens indgang
og det blev aldrig fundet igen, hvad der især skulle have forundret
den tjenestgørende vagt. Der blev foretaget husundersøgelser,
der blev udsat belønninger, der blev endog fra lejrkommandantens
side tilsikret den skyldige straffrihed, dog alle deltagerne (og også
de, der ikke deltog) holdt tæt. Spøgeriet blev aldrig opklaret. |
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