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Aus den "Deutschen Nachrichten" |
Fra den tyske avis |
Einzelne Lager |
Om de enkelte lejre |
Deutsche Nachrichten 1947 Nr 26
vom 7. Juli 1947 |
Deutsche Nachrichten 1947 nr 26
fra 7. juli 1947. |
Der verhängnisvollste Mangel af Hermann Friedrich Schulz,
Aalborg
Ost III, Altersheim. #1.
Dank af Frau Meta Norkus, Aalborg-Rødslet. #14.
Hoffen und Harren macht manchen zum Narren af Fr. Reddig, Oksbøl
O. 8/4. #17. Svar: #22.
Wir wollen nach Deutschland af Vera Sobieczinski, Lager Oksbøl,
Bez. II N/3/14 #27.
Der Brief eines Emigranten af Dein Bruder Alfred #31.
Ein Vorschlag af Dr. Webersberger, Grove pr. Karup. #44.
Svar: #52.
Ich bin unschuldig af R. Schulz, Aalborg. #55.
Resignieren oder weiterarbeiten af Fritz Hochwild, Kopenhagen.
#61. |
Den mangel, der gør mest afhængig
Tak
Håbe og vente gør mange til narrer
Vil vil til Tyskland
En emigrants brev
Et forslag
Skal vi resignere eller arbejde videre? |
| 1 Der verhängnisvollste Mangel |
|
| 2
Das ist der Mangel an Mitgefühl. Der menschliche Körper ist das
Vorbild für ein von Mitgefühl durchdrungenes Leben. Alle Teile
sind in einem Gefühl für Schmerz und Behagen verbunden. Würden
Herz, Hiern, Nerven, Nieren und alle Glieder voneinander getrennt, so müssten
sie verderben. So ähnlich befinden sich heute die planenden, leitenden
und geleiteten Teile des Volkskörpers im Abstand voneinander, so dass
z. B. der Stubenhocker die Not des Bergmanns in Dunkel, Steinstaub, Hitze
und ständiger Lebensgefahr nicht mitfühlt und folglich sich auch
keine Mühe gibt, ihm ein Leben in Gesundheit und Sicherheit zu schaffen. |
|
| 3 Nur gefühlsmässig nah
verbundenen Gliedern im Körper, in Heimatgemeinden und Volksstämmen
ist es möglich, unmittelbar für einander zu fühlen, sich
zu verstehen und beizustehen. "Die Mitglieder derselben Familie, durch
ähnlichen Betribe, gleichförmuge Erziehung und gemeinschaftliche
Belange einträchtig gestimmt und aneinandergeknüpft, fühlen
für einander, was sie für Fremde nicht fühlen; und fremder
werden sich die Menschen, je mehr sich dieser Kreis erweitert." (Knigge). |
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| 4
Darüber hinaus entsteht die lebensfähige Völkerfamilie durch
geistig-seelische Verbindung unter dem Gedanken und Willen zur Erhaltung
selbständig lebensfähiger Volkskörper. |
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| 5
Der Versuch einer weltumfasssenden Planwirtschaft zur Versorgung und Sicherung
der Menschheit ist gescheitert an dem Fehlen des Mitgefühls nah verbundener
Glieder, d. h. der unmittelbaren Notwendigkeit zur Mitsorge für das
Wohl der Anderen. Noch nie ist die Erfarung gemacht, dass bei weltumlaufendem
Güteraustausch die Teilnehmer als gleichgestellte Mitglieder einer
Völkerfamilie geachtet werden, dass dabei für allgemeine Wohlstandssicherung,
geistige Aufklärung, Menschlichkeit, Freiheit zu vernünftigem
Handeln, seelische Befriedigung und Friede in der Welt gesorg wäre. |
|
| 6 Im Gegenteil: es war ein Weg zu
immer grösserem Elend und Verderben, zu Unwissenheit und Habgier.
Diese Wucherungen des Handels und der Industrie, dort durch ständige
zuchtlose Bedürfnissteigerung, hier durch Vermassung, sind allgemein
als Ursache der Kriege erkannt (Roosevelt). |
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| 7 Wissenschaft und Erfinderei wirkten
-- ohne Mitgefühl -- als ständige Steigerer des Weltelends, ihre
Früchte werden erzeugt und genossen ohne Mitgefühl mit den Unglücklichen,
die sie beschaffen und daran verderben, die in Städten, Stuben, Fabriken,
Bergwerken, Fuhrbetrieben und Kriegen ihre Gesundheit, Heimat, Gut und
Leben einbüssen. |
|
| 8 Rund 80 Millionen Menschen sind
in den letzten Jahrzehnten gewaltsam umgebracht worden. Obwohl der Austausch
offensichtlich die Hauptursache des Weltunglücks ist, sind die Völker
auf den Glauben an das Heil des Welthandels abgerichtet. Mit der überstaatlichen
Kontrolle, die Erzeugnisse aller Länder preiswert zu verteilen, blieb
es zu allen Zeiten beim Wenn und Aber, es bleibt bei Streit um fremdes
land, um Häfen, Durchfahrten, bei Missbrauch von Mensch und Natur. |
|
| 9 Die Reichen geniessen den Vorteil,
die Kleinen klagen, dass die Grossen die Hände in den Taschen der
Kleinen haben. Bei Mangel an Mitgefühl regiert die Selbstsucht --
dumm und roh -- alles zugrunde. |
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| 10
Darum haben die grossen Erzieher der Menschheit die Nächstenliebe,
nicht die Fernstenliebe gepredigt. Der Gute lebt in einer Welt befreundeter
Erscheinungen, das ist nur in kleinen Welten -- im Empfindungseinheiten
möglich, und die grosse Völkerfamilie besteht aus den in kleinen
Krisen zum Mitgefühl erzogenen Menschen, "denn was bewegen kann zu
guten Werken der Liebe ist immer nur die Erkenntnis des fremden Leidens
aus dem eigenen unmittelbar verständlich und diesem gleichgesetzt".
(Schopenhauer). |
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| 11 Wir werden bei Miterleben sehr
bald eine andere, eine anständige Welt um uns sehen, eine sittliche
Welt, die Mittel und Wege findet, ohne das auszukommen, was dem Menschen
und der Natur schädlich ist. Dazu muss der Lebensbetrieb so einfach
sein, dass alle wirkenden Lebensteile in innigster Gefühlsverbindung
mit einander stehen, so dass der Geist nichts plant, was andern Teilen
Unglück bringt. |
|
| 12
Es ist ein Zeichen von Charakterschwäche, Gleichgültigkeit
und Oberflächlichkeit, wenn Schäden nicht durch sittliche Willenskraft,
die der Mensch sich in der Lebensschule kleiner Gemeinschaften aneignen
kann, vermieden werden. In Übereinklang damit stehen gesunde Genügsamkeit.
Auskommen mit den Heimatmitteln, wohlgeordnete Umwelt, einfacher, allseitig
übersehbarer Betrieb, beste Bildungs- und Erziehungsmöglichkeit,
staatliche Selbständigkeit, beste Wirkung auf die ferne und fernste
Umwelt, im Gegensatz zu dem stets kriegsschwangeren Weltgüteraustausch,
dabei aber keine Spur von Gefährlickeit der Ankapselung. |
|
13
Der Welthandel ist ein Pleitegeschäft, weil er nicht auf mitfühlende
Menschen fundiert ist, sondern mit Fernstehenden arbeitet, ein Geschäft,
dem die Natur den Erfolg versagt, weil es Ursache ist von Grausamkeit,
Brutalität und Zerstörung. Über schwache Hinweise darauf
mit Schrift, Bild und Rede geht leider die blendende Schaufensterkultur
hinweg.
Hermann Friedrich Schulz,
Aalborg Ost III, Altersheim. |
|
| 14 Dank |
Tak |
| 15
Nun ist auch die Zeit für mich gekommen, dass ich heimreisen
darf nach Deutschland aus einem Land, das mir zweite Heimat gewesen ist,
und ich möchte aus tiefstem Herzen danken für alles, was ich
hier empfangen und genossen habe durch die Güte der Dänen. Es
ist hier alles getan worden, um mir das Leben hinter Stacheldraht so leicht
wie möglich zu machen, und ich bin glücklich, dass ich auch in
diesem harten Winter noch nicht in Deutschland sein brauchte. |
Nu er tiden for mig kommet
til at jeg må rejse hjem til Tyskland fra et land, som har været
min anden hjemstavn, og jeg vil gerne fra mit dybeste hjerte takke for
alt, hvad jeg her har fået og nydt ved danskernes godgørenhed.
Her er alt blevet gjort for at gøre mit liv bag pigtråden
så let som muligt, og jeg er lykkelig, at jeg ikke behøvede
at være i Tyskland i denne hårde vinter. |
16 Nie werde ich vergessen,
was mir hier geboten wurde, -- und darum Dank und nochmals Dank dem gastlichen
Land Dänemark. --
Frau Meta Norkus,
Aalborg-Rødslet. |
Aldrig vil jeg glemme, hvad der her blev budt mig, -- og derfor tak
og endnu engang tak til det gæstfrie Land, Danmark!
Fru Meta Norkus,
Aalborg-Rødslet. |
17 Hoffen und Harren
macht manchen zum Narren |
At håbe og vente gør mange til narrer |
| 18
In No. 20 der Deutschen Nachrichten vom 26.5.1947 interessiert mich der
von Klara Metschlat -- Knivholt Bar. 231 geschriebene Artikel mit der Überschrift
"Zum Jahrestag der Internierung". (47-20#51).
Verständnisvolle Leser werden ihr nur die vollste Zustimmung geben
müssen, was ja auch von der Redaktion geschehen ist. Nur in einem
ist ihr ein Vorwurf der Redaktion nicht erspart geblieben. Es heisst in
der Kritik: Niemand zieht den Aufenthalt der Flüchtlinge in die Länge.
-- (47-20#57) |
I nr 20 i Deutsche
Nachrichten fra den 26-5 1947 har jeg interesseret mig for den af Klara
Metschlat -- Knivholt barak 231 skrevne artikel med overskriften "I anledning
af årsdagen for interneringen". Forstandige læsere kan kun
give hende fuldstændig ret i det, hvad jo også redaktionen
gør. Kun på ét punkt er hun ikke blevet sparet for
redaktionens bebrejdelse. Det hedder i kritikken: Ingen trækker flygtningens
ophold i langdrag. -- |
| 19 Unwahre Behauptung? Beschleunigen
tut man den Abtransport aber bestimmt auch nicht. In amtlichen Bekanntmachungen
des Radiodienstes und bei der mehrere Monate vorher stattfindenden Registrierung
fahren bestimmt mehr auf dem Papier wie später mit der Bahn. Es macht
sich sogar die Auffassung bemerkbar, dass bei einem etwas schnelleren Tempo
des Abtransportes diejenigen Personen und Stellen zu bemitleiden wären,
die abgebaut werden müssten. |
En usand påstand? Man forsinker bestemt heller ikke borttransporterne.
I tjenstlige bekendtgørelser fra radiotjenesten og ved den registrering,
der fandt sted for flere måneder siden, er der bestemt taget flere
af sted på papiret end med toget. Man kan endog bemærke sig
den opfattelse, at ved et noget hurtigere tempo på borttransporterne
ville de personer og tjenestesteder blive at beklage, som skulle afskaffes. |
| 20
Der lange Aufenthalt der Flüchtlinge zerreisst nicht nur das Nervensystem
einer nach Erlösung rufenden Frau, sondern erschüttert sogar
die Herzen der Männer. Ich gestatte mir als früherer politischer
Häftling des Hitler-Terrors etwas zu sagen. Bei Inhaftierung oder
Internierung sehe ich wenig Unterschied. Kameraden, die denselben Weg gewandert
sind, werden bestätigen müssen, dass in beiden Fällen Bewachung
mit der Waffe erforderlich ist, die aber im Internierungslager mit aufgepflanztem
Bajonett durchgeführt wird. |
Flygtningenes lange ophold
sønderriver ikke blot nervesystemet hos en kvinde, der råber
på forløsning, det ryster endog mændenes hjerter. Jeg
tillader mig som politisk fange under Hitler-terroren at sige noget. Jeg
kan kun se ringe forskel på at komme i fængsel og at blive
interneret. Kammerater, der er gået den samme vej, vil kunne bekræfte,
at i begge tilfælde er det nødvendigt med bevogtning med våben,
men den bliver i interneringslejren gennemført med opplantede bajonetter. |
21 Zum Schuss möchte ich noch
erwähnen, dass ich meine hier gemachten Schilderungen nicht auf die
Goldwaage gelegt, sondern der Wahrheit die Ehre gegeben habe.
Fr. Reddig,
Oksbøl O. 8/4. |
Til slut ville jeg gerne yderligere nævne, at jeg ikke har lagt
den skildring, jeg her har givet, på en guldvægt, men har givet
den sandheden til ære.
Fr. Reddig,
Oksbøl. |
| 22
Dänemark ist an einem schnellen Abtransport der Flüchtlinge hauptsächlich
aus zwei Gründen interessiert, einmal um die gewaltigen Ausgaben loszuwerden,
die die Versorgung der Flüchtlinge macht, und dann, um die Arbeitskraft
der Dänen, die jetzt mit der Flüchtlingsbetreuung beschäftigt
sind, beim wirtschaftlichen Wiederaufbau Dänemarks verwenden zu können. |
Danmark er interesseret
i en hurtig borttransport af flygtningene af hovedsagelig to grunde. Den
ene er, at de så bliver fri for de store omkostninger, som forsørgelsen
af flygtningene udgør, og den anden, at de danskeres arbejdskraft,
som nu er beskæftiget med flygtningeforsorgen, kan anvendes til økonomisk
genopbygning af Danmark. |
| 23 Alle Anträge einzelner Flüchtlinge,
die Rückreise etwas hinauszuschieben, werden deshalb abgelehnt. Jeder
wird schnellstens nach Hause geschickt, für den die Papiere und Genehmigungen
in Ordnung sind, ganz gleich,ob er einfacher Flüchtling ist oder im
Lager eine leitende Stellung hat. |
Alle andragender fra enkeltflygtninge om at udskyde rejsen noget, bliver
derfor afvist. Enhver, for hvem papirer og tilladelser er i orden, bliver
hurtigst muligt sendt hjem, ganske ligegyldigt, om han er simpel flygtning
eller har en ledende stilling i lejren. |
| 24
Was das deutsche Radio mitteilt, dafür ist hier niemand verantwortlich,
aber es ist richtig, dass ab und zu mehr Personen registriert werden, als
hinterher reisen können. Das lässt sich nicht vermeiden. Wenn
dänische Stellen mit den Besatzungsmächten verhandeln wollen,
müssen sie wissen wieviel Personen in den einzelnen Zonen heimatberechtigt
sind, dort Angehörige haben, Zuzugsgenehmigungen besitzen usw. |
Hvad den tyske radio meddeler,
er der ingen her på redaktionen, der er ansvarlig for, men det er
sandt, at der af og til registreres flere personer end dem, der bagefter
kan rejse. Det lader sig ikke undgå. Hvis et dansk kontor skal forhandle
med besættelsesmagterne, må de vide, hvilke personer der er
hjemstavnsberettigede i de enkelte zoner, hvilke der har pårørende
dèr, hvilke der har tilflytningstilladelser, osv. |
| 25 Oder sollen die Dänen etwa
verhandeln und wenn sie danach gefragt werden, antworten: Das wissen wir
nicht? Das ist doch unmöglich. Manchmal wird auch eine Registrierung
hinterher wertlos, weil die Verhandlungen anders gehen, als man hoffte. |
Eller skulle danskerne måske forhandle, og når de blev
spurgt om det, svare: Det véd vi ikke? Det er dog umuligt. Ofte
bliver registreringerne bagefter værdiløse, fordi forhandlingerne
går anderledes, end man håbede. |
26
Ein ganz klein wenig Schuld an den Schwierigkeiten haben manchmal auch
unsere lieben Landsleute selbst. Da sind ja einige Dummheiten mit den Listen
gemacht worden, um nicht einen schärferen Ausdruck zu gebrauchen,
nicht wahr? Aber Schwamm darüber. Das Entscheidende ist, dass augenblicklich
über 10000 Flüchtlinge im Monat abtransportiert werden.
Die Redaktion. |
En ganske lille smule skyld
i vanskelighederne har ofte vore kære landsmænd selv. Der er
jo lavet nogle dumheder med listerne, for ikke at bruge et skrappere udtryk,
ikke sandt? Men skidt med det! Det afgørende er, at for øjeblikket
bliver mere end 10.000 flygtninge borttransporteret om måneden.
Redaktionen. |
| 27 Wir wollen nach Deutschland |
Vi vil til Tyskland |
| 28
Über 2 Jahre sind seit der Kapitulation verstrichen und Millionen
von Menschen sind umgesidelt worden. Kriegsgefangene kehrten heim. Selbst
aus Russland kamen solchen, die hinter dem Ural waren. Deutsche Frauen
und Kinder aber, z. Zt. nur 40 km von der deutschen Grenze entfernt, zusammengepfercht
in Baracken, müssen dort ihr Dasein fristen ohne Recht auf Rückkehr
nach Deutschland. |
Over 2 år er
forløbet siden kapitulationen og millioner af mennesker er blevet
forflyttet. Krigsfanger vendte hjem. Selv fra Rusland kom der nogle, der
befandt sig bag Ural. Men tyske kvinder og børn, for øjeblikket
kun fjernet 40 km fra den tyske grænse, sammenstuvet i barakker,
må friste deres tilværelse dèr uden ret til at vende
tilbage til Tyskland. |
| 29
Wenn es ehemalige Soldaten wären, könnte man solche Massnahmen
verstehen, aber im Gegenteil, so paradox es auch klingt, bisher sind wenige
Flüchtlinge, dagegen fast alle Wehrmachtsangehörigen und Wehrmachtgefolge
herausgekommen. Warum holt man denn nicht die Menschen heraus, für
die eine Unterkunft bereit ist ohne Inanspruchnahme von zusätzlichem
Wohnraum? |
Hvis det var tidligere
soldater, der var tale om, kunne man forstå sådanne forholdsregler,
men omvendt er, hvor paradokst det end lyder, indtil videre kun få
flygtninge kommet ud, derimod næsten alle med forbindelse til værnemagten
eller værnemagtsledsagere. Hvorfor henter man da ikke de mennesker
ud, for hvem der er et kvarter parat uden at de skal lægge beslag
på ekstra beboelsesrum? |
30 Wer selbst in Gefangenschaft gewesen
ist und selbst hinter Stacheldraht gesessen hat, weiss, was das an seelischer
Qual bedeutet, und das müssen jetzt Frauen und Kinder durchmachen,
die keine Schuld an diesem Kriege hatten, nur alles verloren haben. Ich
glaube, ich spreche im Namen vieler, wenn ich die höheren Stellen
bitte, diesem äussert traurigen Kapitel "Deutsche Frauen und Kinder
hinter Stacheldraht" ein Ende zu bereiten. --
Achtungsvoll
Vera Sobieczinski,
Lager Oksbøl, Bez. II N/3/14 |
Den, der selv har været i fangenskab og selv har siddet bag pigtråd,
véd, hvad det betyder af sjælelig pine, og det må nu
kvinder og børn gennemleve, som ikke havde nogen skyld i krigen,
kun har de mistet alt. Jeg tror, jeg taler på manges vegne, når
jeg beder de højere myndigheder at bringe dette yderst sørgelige
kapitel "Tyske kvinder og børn bag pigtråd" til ophør.
Med agtelse
Vera Sobienczinski.
Oksbøl. |
| 31 Der Brief eines Emigranten |
En emigrants brev |
32
Lieber Paul!
Ich weiss, wie fürchterlich
die Zustände heute in Deutschland sind. Vielleicht verstehst Du mich
besser, wenn ich Dir erzähle, dass ich im Anfang meiner Flucht 1933
selbst auch längere Zeit erbärmlich gehungert habe. Geld hatte
ich nicht, betteln wollte ich nicht und Arbeit gab es nicht. Wir verstanden
die Leute und sie uns nicht. Wochenlang hungernd und frierend durch die
Strassen der Stadt zu irren, wo alle Geschäfte und Fenster überfüllt
waren mit den herrlichtsten Esswaren, war fürchterlich. |
Kære Paul!
Jeg véd, hvor frygtelige tilstandene
i dag er i Tyskland. Måske forstå du mig bedre, når jeg
fortæller dig, at jeg i begyndelsen af min flugt i 1933 selv igennem
længere tid sultede gudsjammerligt. Penge havde jeg ikke, tigge ville
jeg ikke og der var intet arbejde at få. Vi forstod ikke folk, og
de forstod ikke os. Gennem flere uger at gå forvirret omkring sultende
og frysende gennem gaderne, hvor alle forretninger og vinduer var overfyldte
med de herligste madvarer var frygteligt. |
| 33
Nur die feste Überzeugung, dass wir für eine gute Sache litten,
hielt die meisten von uns aufrecht. Einige gaben auf und nahmen sich das
Leben. Sie konnten einfach die Gleichgültigkeit nicht ertragen, mit
der die ganze Welt der kommenden Katastrophe durch die Nazis zusah. Sie
wollten nicht weiter leben. Ja, mein Junge, von einem so mächtigen
Gegner, wie es die Nazis damals waren, gejagt zu werden, ist kein Tanz
auf Rosen. Noch so spät wie 1943 musste ich Hals über Kopf von
meiner Familie und meiner Arbeit nach Schweden flüchten, weil die
Gestapobanditen mich aufgespürt hatten. |
Kun den faste overbevisning,
at vi led for en god sag, holdt de fleste af os oppe. Nogle gav op og tog
fat på livet. De kunne simpelthen ikke bære den ligegyldighed,
hvormed hele verden så til på den katastrofe, der måtte
komme med nazisterne. De ville hellere leve videre. Ja, min dreng, at blive
jaget af en så mægtig modstander, som nazisterne dengang var,
er ingen dans på roser. Endnu så sent som i 1943 måtte
jeg over hals og hoved flygte fra min familie og mit arbejde til Sverige,
fordi gestapobanditterne har opsporet mig. |
| 34 Was es an Nerven kostet, zwölf
lange Jahre gejagt zu werden, niemals sicher vor Bluthunden zu sein, kannst
Du nicht verstehen. Auch nicht die grosse Erbitterung, die wir fühlten,
das 90% aller Deutschen willenlos sich dieser Diktatur fügten und
dadurch mehr oder weniger den Nazis halfen das grosse Elend über die
ganze Welt zu verbreiten. -- |
Hvad det kostede af nerver at blive jaget tolv år igennem, aldrig
at være sikker for blodhundene, kan du ikke forstå. Heller
ikke den store forbitrelse, vi følte ved, at 90% af alle tyskere
viljesløst føjede sig efter dette diktatur og derigennem
mere eller mindre hjalp nazisterne til at udbrede den store elendighed
over hele verden. -- |
| 35 Ihr hungert fürchterlich, richtig.
Aber weisst Du auch, dass beinahe ganz Europa ebenfalls hungert? Weisst
Du etwas über die fürchterlichen Zustände in Polen, Frankreich,
Griechenland und allen Ländern, die von den Nazis besetzt waren? Heute
noch haben diese Länder, die sich nicht freiwillig dem Naziterror
unterwerfen wollten, grossen Mangel an Lebensmitteln. |
I sulter frygteligt, ja. Men véd du også, at næsten
hele Europa ligeledes sulter? Véd du noget om de frygtelige tilstande
i Polen, Frankrig, Grækenland og alle lande, der var besatte af nazisterne?
Endnu i dag har disse lande, der ikke frivilligt ville underkaste sig naziterroren,
stor mangel på levnedsmidler. |
| 36 Dass man in erster Linie diesen
Ländern hilft die aktiv geholfen haben, die Nazis zu stürzen,
ist wohl verständlich auch für Dich, denn Du würdest wohl
auch nicht den Wolf, der in langer Zeit Deine Schafherde Stück für
Stück beraubt und zerrissen hat, als er endlich gefangen wurde, zuerst
wieder aufpäppeln und dann Deine Schafe später? |
At man i første række hjælper de lande, der har
hjulpet aktivt med til at styrte nazisterne, er vel forståeligt også
for dig, for du ville vel heller ikke, hvis der var en ulv, der i længere
tid havde berøvet dig din fårehjord stykke for stykke og revet
dem i stykker, og hvis den så endelig blev fanget, først opfodre
den og så dine får senere? |
| 37 Nein, Du würdest wahrscheinlich
und natürlich, nicht nur den Wolf, sondern seine ganze Brut unverzüglich
ausrotten. Mit demselben Hass sieht heute die ganze Welt, besonders die
Völker, die direkt unter dem Naziterror gelitten haben, auf das deutsche
Volk. |
Nej, du ville sandsynligvis og naturligvis ikke kun udrydde ulven,
men også hele dens kobbel. Med det samme had ser idag hele verden,
især de folk, der direkte har lidt under naziterroren, på det
tyske folk. |
| 38 Sie sahen und erlebten, dass die
deutschen Soldaten ohne eine Miene zu verziehen, die Entsetzens- und Todesschreie
der Millionen wehrlos Misshandelten und Hingemordeten anhörten. Sie
konnten ja nicht wissen, dass es trotz allem in Deutschland einige Hunderttausend
tapfere Menschen gab, die ihr Leben hingaben und in den Kz's schmachteten,
um das deutsche Volk aufzurütteln,so dass das Joch der Nazis abgeschüttelt
werden konnte. |
De så og oplevede, at tyske soldater uden at fortrække
en mine hørte på millioners forfærdelses- og dødsskrig,
mennesker, der værgeløs var blevet mishandlet og henrettet.
De kunne jo ikke vide, at der trods al i Tyskland gav nogne hundrede tusinde
tapre mennesker, der gav deres liv og hensmægtede i koncentrationslejrene,
for at ryste det tyske folk op, så nazisternes åg kunne blive
afkastet. |
| 39 Leider vergebens. Das deutsche
Volk (90%) sah nichts und wollte nichts hören. Ihnen ging es ja relativ
gut. Diese Toren hatten nicht einmal Mitleid mit diesen tapferen Menschen,
wenn sie in die Hände der Gestapo fielen und eingesperrt oder getötet
wurden. |
Desværre forgæves. Det tyske folk (90%) så intet
og ville intet høre. For dem gik det relativt godt. Disse dårer
havde ikke engang medlidenhed med disse tapre mennesker, hvis de faldt
i gestapos hænder og blive indespærret eller dræbt. |
| 40 Gerade diese Männer und Frauen,
die so unendlich viel gelitten haben, sind es, die langsam das Vertrauen
und die Achtung der Welt wieder erringen. |
Netop disse mænd og kvinder, som har lidt så uendelig meget,
er det, som langsomt igen tilkæmper sig verdens tillid og agtelse. |
| 41
Entschuldige, lieber Paul, diesen langen Brief. Ich musste meinem Herzen
einmal Luft machen. Du wirst meine Zeilen wenig helfend finden. Ich bitte
Dich nur, lies sie nicht einmal, sondern öfter und schreibe mir dann
Deine Meinung. |
Undskyld, kære Paul,
dette lange brev. Jeg måtte engang give mit hjerte luft. Du vil nok
ikke finde mine linier til megen hjælp. Jeg beder dig, læs
dem ikke én gamg, men flere gange, og skriv så din mening
til mig. |
| 42
Vielleicht kommen wir uns auf diese Weise näher. -- |
Måske kommer vi hinanden
nærmere på den måde. -- |
43
Dir und den Deinen alles Gute wünschend grüsst Dich herzlichst
Dein Bruder Alfred. |
Dig og dine ønsker
jeg alt godt
hjertelig hilsen
din bror Alfred. |
| 44 Ein Vorschlag |
Et forslag |
| 45
Alle geschädigten Staaten und aller geschädigter Privatbesitz,
sollte auf den Stand von 1938 wiederhergestellt werden. Dazu müssen
öffentliche Anleihen gegründet werden, die innerhalb von 1000
Jahren aus den Steuern abzutragen sind und durch Hypotheken auf den Neubauten
zu sichern sind. 1000 Jahre sind zur Erholung von dieser Weltkatastrophe
mindestens erforderlich. Es ist unmöglich, eine Generation, die schon
Opfer genug zn Leben und Gesundheit gebracht hat, auch noch mit den Schadenersatz
zu belasten. -- |
Alle beskadigede stater
og al beskadiget privatejendom skulle genfremstilles i den stand det var
i i 1938. Dertil skulle der oprettes offentlige lån, som indenfor
1000 år skulle afdrages via skatterne og skulle sikres ved pant i
de nye bygninger. 1000 år kræves der mindst til at komme sig
oven på denne verdenskatastrofe. Det er umuligt at belaste en generation,
der allerede har braft ofre nok på liv og sundhed, med også
skadeserstatninger. |
| 46
Auf diese Weise würde das Wirtschaftsleben der ganzen Welt von Stagnation
bewahrt und sofort wieder voll in Schwung gesetzt. Ohne Geld, ohne langfristige
Kredite ist dies nun einmal nicht möglich. Aber es geht alles, es
kommt nur auf den guten Willen an. -- |
På denne måde
ville det økonomiske liv over hele verden blive skånet for
stagnation og straks igen blive sat i fuldt sving. Uden penge, uden langfristede
kreditter er dette nu engang ikke muligt. Men det går altsammen,
det kommer kun an på den gode vilje. |
| 47
Wollte man den unterlegenen Staaten die ganze Schadenslast allein aufbürden,
so würden diese zunächst einmal zusammenbrechen; ihr Ausfall
auf dem Weltwirtschaftsmarkt aber würde diesen dauernd auf das Schwerste
erschüttern. Der Wiederaufbau würde sich endlos hinziehen. -- |
Ville man pålægge
de underlegne stater alene hele skadesbyrden, så ville disse først
rigtig bryde sammen; og faldt de ud af verdens økonomiske sammenhæng,
så ville denne blive rystet meget hårdt. Genopbygningen ville
så trække i langdrag i det uendelige. -- |
| 48
Ich bin mir bewusst, dass mein Vorschlag auf Widerstand stossen wird. Der
Egoismus ist eben zu gross. Und doch bin ich der festen Überzeugung,
dass dies im Interesse des Weltfriedens und des allgemeinen Menschenglücke
die beste Lösung wäre. -- |
Jeg er mig bevidst, at mit
forslag vil støde på modstand. Egoismen er jo for stor. Og
alligevel er jeg af den faste overbevisning, at dette ville være
den bedste løsning i verdensfredens og den almindelige menneskelykkes
interesse. -- |
| 49
Die grossen Massen wollen nichts vom Krieg wissen, aber die rund 2 Milliarden
vermögen sich nicht gegen die Kriegsgelüste einiger weniger zu
schützen! Dies ist eines der grossen Welträtsel. Es ist nicht
zu begreifen, wie ein paar Männer, die sonst gut bei Verstand sind,
plötzlich jede Überlegung verlieren und sich einbilden können,
Deutschland könne die ganze Welt besiegen. |
De store masser vil
intet vide af krig, men de cirka 2 milliarder formår ikke at beskytte
sig mig de krigslystne enkelte. Dette er én af de store verdensgåder.
Det er ikke til at begribe, hvordan et par mænd, der ellers har en
god forstand, pludselig mister enhver overvejelse og kan bilde sig ind,
at Tyskland kan besejre hele verden. |
| 50 Wie eine Geissel hängt drohend
die Kriegssucht Einzelner über den Völkern. Dazu gesellt sich
dann der Egoismus und die Habgier der Menge. Etwa ein Jahr vor Kriegsschluss
erklärte mir ein Nazi-Heimatfeldwebel (von Beruf Arbeiter), der neben
seinem Dienst Geschäfte mit Lebensmitteln und anderen Dingen bei Bauern
machte, auch Leiter von KdF-Ausflügen war: Nach dem Kriege werden
wir die Reichen sein! Damit meinte er seine politischen Gesinnungsgenossen. |
Som en svøbe hænger krigslysten hos enkelte truende over
folkene. Dertil slutter sig mængdens egoisme og havesyge. Cirka et
år før krigens afslutning erklærede en hjemstavns-korporal
(i det civile liv arbejder), som ved siden af sin tjeneste gjorde forretninger
med levnedsmidler og andre ting, og også var leder af KdF-udflugterne:
Efter krigen vil det være os, der er de rige! Dermed mente han sine
politiske meningsfæller. |
51 Wieder einmal ist es anders gekommen,
als die Leute dachten. Der Unverstand jener Kriegstreiber und ihres Gefolges
hat zum fast völligem Zusammenbruch Deutschlands geführt und
hat damit allen Völkern eine warnende Lehre erteilt. Ob sie sie beherzigen
werden?
Dr. Webersberger,
Grove pr. Karup. |
Igen engang er det gået anderledes til, end folk troede. Denne
krigshetzers og hans følges uforstand har ført til det næsten
fuldstændige sammenbrud for Tyskland og har dermed givet alle folk
en advarende lærestreg. Om de dog ville tage den til sig!
Dr. Webersberger
Grove |
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Alle Staaten voll zu entschädigen, ist leider nicht möglich.
Den grossen Privatbesitz wieder herzustellen, ist weder wirtschaftlich
noch moralisch wünschenswert. Die kleinen Besitzer werden durch einen
Lastenausgleich teilweise Entschädigung auf Kosten diejenigen erhalten,
die nichts verloren haben. -- |
At give erstatning til alle
stater er desværre ikke muligt. At genoprette den store privatejendom
er hverken økonomisk eller moralsk ønskværdigt. De
små ejere vil ved en byrdefordeling få delvis erstatning til
bedste for dem, der intet har mistet. |
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Öffentliche Anleihen mit einer Laufzeit von 1000 Jahren würde
niemand zeichnen; die Sicherung durch Hypotheken auf Neubauten ist sehr
zweifelhaft, da Bauten im allgemeinen nicht 1000 Jahre stehen. -- |
Offentlige lån med
en løbetid på 1000 år ville ingen undertegne; sikkerheden
ved pant i nybyggeri er meget tvivlsom, eftersom bygninger i almindelighed
ikke blive stående i 1000 år. |
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1000 Jahre werden zur Erholung nicht nötig sein. Alle Völker
mit Ausnahme von Deutschland, sind im Gang mit dem Wiederaufbau.
Die Redaktion. |
1000 år skal man ikke bruge
til genopbygning. Alle folk med undtagelse af Tyskland er i gang med genopbygningen.
Redaktionen. |
| 55 Ich bin unschuldig |
Jeg er uskyldig |
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Das waren die letzten Worte, die Ferdinand Brückner in dem Film "Die
Mörder sind unter uns" ausrief. Grell und voller Angst. Wie ein Hilferuf:
"Ich bin unschuldig". Während die letzten Bilder an uns vorüberzogen,
unschuldige Frauen und Kinder und unzählige Gräber mit schlichten
Holzkreuzen, Feld an Feld, Kreuz an Kreuz, da kam der Ruf: "Ich bin unschuldig". |
Det var de sidste
ord, som Ferdinand Brückner råbte i filmen "Morderne er iblandt
os". Skingrende og fuld af angst. Som et råb om hjælp: "Jeg
er uskyldig". Mens billederne af uskyldige kvinder og børn og talløse
grave med simple trækors, mark efter mark, kors ved kors, drog forbi
os, kom råbet: "Jeg er uskyldig". |
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Ich habe den Film um 10,00 Uhr vormittages gesehen, doch bis zum Abend
habe ich den Film vor Augen gehabt. Noch gellt mir der Ruf in den Ohren.
Ich habe schon viele Filme gesehen, die einen tiefen Eindruck auf mich
gemacht haben. Doch als ich diesen Film sah, war ich erschüttert.
Endlich ein Film, der die reine Wahrheit ist. |
Jeg så filmen kl 10
om formiddagen, men endnu om aftenen havde jeg filmen for mine øjne.
Stadig gjaldede råbet i mine ører. Jeg har allerede set mange
film, som gjorde et dybt indtryk på mig. Dog, da jeg så denne
film, var jeg rystet. Endelig en film, der er den rene sandhed. |
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Genau wie in dem Film sagen jetzt viele Menschen: "Ich bin unschuldig!"
Ja, wer ist dann aber schuldig? Wer hat Schuld an all' dem Unglück
wie Krieg, Heimatlose und allem anderen Elend? -- Wer? Niemand will jetzt
einstehen für das, was er getan hat. |
Ganske som i filmen
siger mange mennesker nu: "Jeg er uskyldig!" Ja, men hvem er så skyldig?
Hvem har skyld i al ulykken, såsom krig, hjemløse og al anden
elendighed? -- Hvem? Ingen vil nu stå inde for det, han har gjort. |
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So manch ein Flüchtling, der hinter Stacheldraht sitzt, hat
sich nicht richtig vorstellen können, wie es nach dem Krieg in Deutschland
aussieht. Wer aber diesen Film mit den Kulissen des zerstörten Deutschland
sieht, wird jetzt genau sehen können, was für Heldentaten die
Herren Nazis vollbracht haben, was sie mit ihren Befehlen angerichtet und
wie vielen Menschen sie den Zukunftsglauben genommen haben. |
Så mangen en flygtning,
der sidder bag pigtråd, har ikke rigtig kunne forestille sig, hvordan
der ser ud i Tyskland efter krigen. Men den, der ser denne film, med kulisser
fra det ødelagte Tyskland, vil nu nøjagtig kunne se, hvilke
heltegerninger de herrer nazister har fuldbyrdet, hvad de har anrettet
med deres befalinger og hvor mange mennesker de har frataget troen på
fremtiden. |
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Wir können alle dankbar sein, dass man auch uns Deutschen hier in
Dänemark diesen Film sehen liess, den Film, den niemand so leicht
vergessen wird.
R. Schulz,
Aalborg. |
Vi kan alle være taknemlige
over, at man lod os tyskere her i Danmark se denne film, den film, som
ingen så let vil glemme.
R. Schulz,
Aalborg. |
| 61 Resignieren oder weiterarbeiten? |
Skal vi resignere eller arbejde videre? |
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Wie häufig hört man nicht in Kreisen, die sich stark für
Politik interessiert haben, Äusserungen, die eine verzweifelte Stimmung
ausdrücken. Sie sagen, Millionen von Menschen sind nicht bloss unter
Hitler für die Idee der Freiheit gestorben, sie haben ihr Leben eingesetzt
um ihren Mitmenschen und den nachfolgenden Geschlechtern bessere Lebensbedingungen
zu schaffen. |
Hvor hyppigt
hører man ikke i de kredse, der har interesseret sig meget for politik,
ytringer, der udtrykker en fortvivlet stemning. De siger, at millioner
af mennesker er døde for frihedens ide, ikke blot under Hitler,
de har sat livet ind for at skabe bedre livsbetingelser for deres medmennesker
og for de efterfølgende slægter. |
| 63 Und was ist dabei herausgekommen?
-- Ein Krieg nach dem anderen. Kaum hat dieser Krieg sein Ende erreicht,
so spricht man schon wieder von neuen bevorstehenden Spannungen zwischen
den Mächten, die früher oder später ihre Auslösung
nur in kriegerischen Verwicklungen haben können. |
Og hvad er der kommet ud af det? -- Den ene krig efter den anden. Næppe
er denne krig nået til sin afslutning, så taler man allerede
igen om nye forestående spændiger mellem magterne, og det kan
før eller siden kun finde udløsning i krigeriske forviklinger. |
| 64
Wer unvoreingenommen diese Dinge betrachtet, wird zugeben müssen,
dass in diesen Gedankengängen ein Körnchen Wahrheit enthalten
ist, so gefährlich sie auch sein mögen. Gefährlich deswegen,
weil damit der Weg gerade für die Elemente des Gemeinschaftslebens
freigemacht wird, welche die Parole "Krieg" auf ihre Fahne geschrieben
haben. |
Den, der betragter disse
ting uden at være forudindtaget, han vil blive nødt til at
indrømme, at der er indeholdt en smule sandhed i disse tankegange,
så farlige de end måtte være. Farlige, af den grund,
at dermed vejen er gjort fri netop for de elementer af fællesskabslivet,
som har skrevet parolen "Krig" på deres fane. |
| 65 Es bleibt kein anderer Ausweg
als trotz aller Mühseligkeiten und trotz aller Misserfolge weiter
für die Idee des Friedens zu arbeiten. |
Der er ingen anden udvej end trods alt besværet og trods alle
tilbageslag at arbejde videre for fredens ide. |
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Aber in welcher Weise kann dies geschehen? Wer stellt die Waffen für
den Krieg her? In allen Ländern die Arbeiter! -- Wer stellt das Hauptkontingent
der Heere aller Länder? -- Die Arbeiter! -- In den Händen der
Arbeiter liegt das Schicksal von Krieg und Frieden. Sie haben diese Macht,
wenn sie sich dieser Macht bewusst sind und sie im Interesse des Friedens
ausüben wollen. |
Men på hvilken
måde kan dette ske? Hvem fremstiller våbnene for krigen? I
alle lande arbejderne! -- Hvem stiller hovedkontingentet af hærene?
-- Arbejder -- Skæbnen om krig eller fred ligger i hænderne
på arbejderne. De har denne magt, når de er sig bevidst at
have denne magt og de vil udøve den i fredens interesse. |
| 67 Man kan keinen Krieg ohne oder gegen
die Arbeiter machen. Weil das aber die Gegner der Arbeiterschaft wissen,
deswegen ist es ihr Bestreben, dass diese Macht den Arbeitern nicht zum
Bewusstsein kommt. Sie zersplittern die Arbeiterschaft in kleine, kleine
Teilchen. Ein gemeinschaftliches Handeln der Gesamtarbeiterschaft wird
dadurch unmöglich gemacht. |
Man kan ikke føre krig uden eller imod arbejderne. Men fordi
modstanderne af arbejderklassen véd det, derfor er det deres bestræbelse,
at magten ikke skal blive arbejderne bevidst. De splitter arbejderne op
i små, små dele. En fælles handling fra samtlige arbejdere
bliver derved gjort umulig. |
| 68 Die Arbeiter sind zur Ohnmarcht
verurteilt und die Kapitalisten in der Lage, über Krieg und Frieden
zu bestimmen. Das ist die Folge der Zersplitterung der Arbeiterschaft. |
Arbejderne er dømt til afmægtighed og kapitalisterne i
i stand til at bestemme over krig og fred. Det er følgen af opsplitningen
af arbejderne. |
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Nimmt man heute eine deutsche Zeitung in die Hände, so bekommt man
direkt einen Schüttelfrost. Eine Arbeiterpartei beschimpft die andere,
wie vor 1933. Es ist so, als ob keine der Arbeiterparteien aus der Zersplitterung
vor 1933 gelernt hat. Vereinigt haben die Arbeiter der Welt, gleichgültig
wie sie politisch eingestellt sind, das Schicksal der Welt in der Hand.
Zersplittert aber sind sie zur Ohnmacht verurteilt.
Fritz Hochwild, Kopenhagen. |
Tager man i dag en tysk
avis i hånden, så får man direkte en kuldegysning. Det
ene arbejderparti skælder ud på det andet, som før 1933.
Det er, som om intet af arbejderpartierne har lært af splittelsen
før 1933. Forenet har verdens arbejdere, ligegyldigt, hvordan de
politisk er indstillet, verdens skæbne i deres hånd. Men splittet
er de dømt til afmægtighed.
Fritz Hochwild, København. |
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