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Aus den "Deutschen Nachrichten" |
Fra den tyske avis |
Einzelne Lager |
Om de enkelte lejre |
Deutsche Nachrichten 1947 Nr 22
vom 9. Juni 1947 |
Deutsche Nachrichten 1947 nr 22
fra 0. juni 1947. |
Es fehlt an Initiative af F. Lupp, Kløvermarken.
#1.
Zur neuen Jugendbewegung af Martin Brandstäter, Kløvermarken.
#16.
Meine lieben Ostpreussen af Emil Senff, Oksbøl. #31.
Der Film von neuen Deutschland af Peter Goldschagg, Kopenhagen.
#42.
Über Liermann und seinen verrückten Artikel af von
Rudi Liermann #52.
Die Nazis in den Lagern af Ferdinand Reiss, Aalborg West
Bar. 27/10 #62. |
Der mangler initiativ
Om den nye ungdomsbevægelse
Mine kære østprøjsere
Filmenom det nye Tyskland
Om Liermann og hans forrykte artikel
Nazisterne i lejrene |
| 1 Es fehlt an Initiative |
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| 2
Mit dem Verfasser dieses Artikels stimme ich überein in der Ansicht,
dass wir ohne erhebliche Importe nicht auskommen. Eine Beurteilung über
die Ausmasse einer möglichen Leistungssteigerung kann ich nicht geben,
da uns Flüchtlingen der Umfang des Leistungsrückganges gegenüber
der besten Zeit nicht bekannt ist. |
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| 3 Die früheren Erträge reichten
bekanntlich nicht aus, das Volk zu ernähren. Umsoweniger kann diess
jetzt der Fall sein. Die Erzeugung auf die Höhe der Spitzenbetriebe
zu bringen, ist nicht möglich. Der weite Abstand zwischen den schlechtesten
und besten Betrieben ist sachbedingt und wird mit belanglosen Schwankungen
immer bleiben, auch bei eintretenden Steigerungen der Erträge. |
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| 4
Preisrelationen zu verbessern, ist das Selbstverständliche und Logische
auch zu Zeiten ohne Not. Im jetzigen Falle ist es sehr wichtig, die zu
bevorzugenden Erzeugnisse im Preis voranzustellen. Das wird kein Allheitmittel
sein, aber viel helfen, wenn es rechtzeitig zur Anwendung kommt. |
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| 5
In der Saatgutfrage trifft die Verantwortung die Stellen, die nicht das
Notwendige und Zweckmässige tun. Die Schaffung von Hoch- und Nachbaugebieten
bedingt Umstellungen, die Ausfälle zur Folge haben, die wir uns jetzt
nicht leisten können. Also Vorsicht! |
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| 6
Was die Ernteschätzung betrifft, ist zu fragen, weshalb der Bauer
nicht sein Ablieferungssoll erfahren soll. Die Genauigkeit der Schätzung
ist das Wichtigste, allerdings auch das Schwierigste dabei. Nur die tatsächlich
Ernte kann das Mass der Lieferung sein. Die angeführten Ungleichmässigkeiten
bei der Ablieferung sind ebenfalls naturgegeben. |
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| 7 Höfe ohne Kartoffelboden werden
keine Kartoffeln liefern können, ja oft nicht für den eigenen
Bedarf haben; ebenso ist es mit den anderen Früchten. Eine Veranlagung
nach der Besitzgrösse ist nicht angebracht, sondern nur eine solche
nach den Anbauflächen unter Berücksichtigung der möglichen
Erträge. Nachlässig bewirtschaftete Betriebe sind straffer zu
erfassen. Das alles ist Sache der überwachenden Stellen. |
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| 8
Die Ausführungen über die Vielabgabe zeigen, dass z. Zt. keine
Wege gegangen werden, die zur Leistungssicherung bzw. "-steigerung führen.
Das ist tief bedauerlich. Die stärkere Erfassung der schlechten Lieferanten
und Butterschieber ist das Gegebene. Wie hierbei so müsste auch bei
der Verteilung der verfügbaren Betriebsmittel (Kunstdung, Geräte,
Maschinen pp) eine Bevorzugung der Betriebe erfolgen, die ihren Willen
zur Leistung durch die Tat schon bewiesen haben. Eine vermehrte Erzeugung
landwirtschaftlicher Betriebsmittel ist von sehr grosser Bedeutung. |
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| 9
Ein Appell an die Bauern wird bei solchen mit gutem Willen Erfolg haben.
Wer sich dabei ausschliesst, ist der Schieber. Ihn müsste das Gesetz
mit aller Härte treffen, denn es geht um die unmittelbare Leibesnot
des Volkes. Dass bei der Fortdauer des jetzigen Zustandes das Beispiel
Schule macht, ist eine zu erwartende Folge. |
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| 10 Der ehrsame Bauer und Händler
wird verleitet, es dem Schieber gleichzutun. Es ist schade um jeden Menschen,
der so verleitet aus eigennützigen Motiven am eigenen Volke Unrecht
tut und eines Tages schwerer Strafe verfällt. |
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| 11
Die Massnahmen zur Leistungssteigerung der Landwirtschaft und die zur Bekämpfung
des schwarzen Marktes werden uns ein gutes Stück vorwärts bringen,
wenn das Wirksame getan und alles Hemmende und Überflüssige unterbleibt.
Sie werden jedoch nicht zur Beseitigung der deutschen Nahrungsnot führen. |
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| 12 Diese kann erst erreicht werden,
wenn die östlichen Reichgebiete, die zur Sicherstellung der Lebensmittel
für das ganze Volk immer notwendig waren, dem Reich wiedergegeben
werden. |
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| 13
Weiter ist es notwendig, das ganze Deutschland einer einheitlichen Lenkung
hinsichtlich Anbau, Erzeugung, Verteilung und Verbrauch der Nahrunggüter
zu unterstellen, damit der notwendige Ausgleich möglich ist. |
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| 14
Das Fehlen der Initiative auf dem Gebiet der Nahrungsmittelwirtschaft in
Deutschland ist der Grund allen Übels. Es muss mit aller Energie an
das Problem herangegangen werden, ohne jedwede Rücksichtnahme. Nachdem
seit der Kapitulation 2 Jahre ungenutzt verstrichen sind, ist es an der
Zeit, das Steuer zu wenden, wenn nicht weitere grosse Volksteile dem Verderben
preisgegeben werden sollen. |
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15 Wenn es den Nazis s. Zt.
möglich war, die Erzeugung der Landwirtschaft auf das stärkste
zu inteisivieren, um den Krieg vorzubereiten, muss jetzt auch alles im
Interesse der Behebung der Not im Frieden möglich sein und getan werden.
Es sind genügend Fachkräfte vorhanden, die, erst eingespannt,
das Richtige tun werden, wenn sie die erforderlichen Vollmachten haben.
Also: an die Tat.
F. Lupp,
Kløvermarken. |
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| 16 Zur neuen Jugendbewegung |
Om den nye ungdomsbevægelse |
| 17
Die deutsche Jugend steht vor einem Trümmerhaufen all ihrer berechtigten
Lebenshoffnungen. Es gilt zu überlegen, wie ihr zu einem neuen Glauben
an sich selbst und das Volksganze verholfen werden kann. Not und Elend
des Leibes sind allemal auch Not der Seele. Die materiellen Nöte sind
im Augenblick nicht zu beseitigen. Der beste Wille kann das nicht schaffen,
aber der verzweifelten Seele ein Fünkchen Vertrauen entfachen, dass
sie Mut fasst zu glauben, es gäbe einen Weg zurück, man müsse
nur wollen, -- -- -- das kann man. |
Den tyske ungdom står
foran en ruinhob bestående af alle dens berettigede livsforhåbninger.
Det gælder om at overveje, hvordan den kan hjælpes frem til
en ny tro på sig selv og på folket som helhed. Legemlig nød
og elendighed er også altid sjælelig nød. Den materielle
nød kan for øjeblikket ikke fjernes. Den bedste vilje kan
ikke gøre det, men antænde en lille flamme af tillid til den
fortvivlede sjæl, så den fatter mod til at tro, at der findes
en vej tilbage, man skal bare ville -- -- det kan man. |
| 18
Eine neue Phrase, ein Blau- oder Grünhemd, ein neuer Heilruf dürften
angesichts der ungeheuren Notlage keine Zugkraft haben, so gerne die Jugend
auf dergleichen eingeht. Ausserdem muss jede echte Jugendbewegung einen
Werdegang zum Volksganzen antreten und nicht in Gegensatz zu ihm stehen,
nicht am Ende der Jugend-Periode wiederum vor einem Nichts stehen. |
En ny frase, en blå
eller grøn skjorte, et nyt heilråb det ville overfor den uhyre
nødssituation ikke have nogen drivkraft, hvor gerne end ungdommen
går ind på den slags. Desuden må enhver ægte ungdomsbevægelse
slå ind på en tilblivelseshistorie imod folkets hele og ikke
stå i modsætning til det, at de ikke når ungdomsperioden
er forbi igen skal stå foran et intet. |
| 19
Die Jugend ist die jüngste Schicht des Volkes, sie wird bald die verantwortliche
sein. Sie will diese Verantwortung auch mit Freuden übernehmen, will
Grosses und Herrliches schaffen. Man gebe ihr zu Anfang nicht Steine, statt
Brot, sondern gestatte ihr, in einer echten Jugendbewegung den Anfang,
ihren Anfang zu nehmen. |
Ungdommen er det yngste
lag i folket, den vil snart være det ansvarlige lag. Den vil også
overtage dette ansvar med glæde, den vil skabe noget stort og herligt.
Man skal ikke i begyndelsen give den sten for brød, men tillade
den, at finde begyndelsen, dens begyndelse, i en ægte ungdomsbevægelse. |
| 20
Menschen, die vorne reden und hinten keine oder nur egoistische Untaten
aufzuweisen haben, sind Betrüger und schmarotzern am politischen Glauben,
den das Volk hat oder haben soll. Hier heisst es: Augen auf und Augen öffnen! |
Mennesker, der taler om
fremtiden og i fortiden ikke har nogen gerninger eller kun egoistiske ugerninger
at opvise, er bedragere og snylter på den politiske tillid, som folket
har eller skal have. Her hedder det: Slå øjnene op! Hold øjnene
åbne! |
| 21
National ist z. B. nicht schon der, der seine Zugehörigkeit zu seinem
grossen und edlen Volke mit lauter Stimme verkündet, sondern national
ist immer erst der, der sein Volk durch sein privates und dienstliches
Verhalten gross und edel macht. |
National er f. eks. ikke bare
den, som med høj stemme forkynder sit tilhørsforhold til
sit store og ædle folk, men national er altid først den, der
gennem sin private og tjenstlige adfærd gør folket stort og
ædelt. |
| 22
Sozial ist nicht schon der, der Geld und Sachwerte für die Bedürftigen
spendet (Geld ist immer nur ein schäbiger Ersatz für den geschuldeten
Persönlichkeitswert), sondern sozial ist immer erst der, der seine
eigene Person zu dem höchsten sozialen Wert erhebt und davon unablässig
durch sein persönliches und dienstlichen Verhalten spendet. |
Social er ikke bare den, der bruger
penge og realværdier til de trængende (penge er altid kun en
mager erstatning for den personlighedsværdi, man skylder), men social
er altid først den, der hæver sin egen person til den højeste
sociale værdi og derfra uafladelig bruger den gennem sin personlige
og tjenstlige adfærd. |
| 23
Der Einwand, dass es Menschen mit solch heroisch-priesterlicher Einstllung
zur politischen Mitarbeit nicht gibt und geben wird, stellt nicht das Unmögliche
der Menschennatur, sondern nur ihre Schwäche und Undiszipliniertheit
heraus. |
Den indvending,
at der ikke findes og ikke vil komme til at findes mennesker med en sådan
heroisk-præstelig indstilling til det politiske samarbejde, udstiller
ikke det umulige ved menneskenaturen, men kun sin egen svaghed og mangel
på disciplin. |
| 24
Ein Volk, das nur den Krieg mit der Waffe in der Hand kennt und führt,
ist verloren. Der Krieg ohne Waffen ist der grössere und wichtigere,
er richtet sich gegen den stets lauernden Gesinnungsverfall und kennt keinen
Anfang und kein Ende. |
Et folk, der kun kender og fører
krige med våben i hånd, er fortabt. Krigen uden våben
er den største og vigtigste, den retter sig mod det stedse lurende
forfald i sindet og kender ikke nogen begyndelse eller nogen ende. |
| 25
Oder in einem anderen Bilde: Das Schicksal, das mir Wohlleben bescheert,
kann ich ablehnen, indem ich Wohlleben ablehne. Ein Schicksal, das mir
Hartes auflegt, kann ich als meine politische Erziehung standhaft auf mich
nehmen. Mithin bin ich Herr über jegliches Schicksal, reife an ihm,
werde ein Gestalter aller menschlichen Dinge, anstatt sie bloss auszubeuten
oder mich durch niedrige Triebhaftigkeiten zur blossen Kreatur machen zu
lassen. |
Eller med et andet billede:
Den skæbne, der giver mig vellevned, kan jeg vende mig bort fra,
idet jeg vender mig bort fra vellevned. En skæbne, der pålægger
mig noget hård, kan jeg med oprejst pande tage på mig som min
politiske opdragelse. Følgelig er jeg herre over enhver skæbne,
modner ved den, bliver en, der kan forme alle menneskelige ting, i stedet
for blot at udnytte dem eller lade mig blive til blot skabning ved at lade
mig drive af de lave drifter. |
| 26
Oder: Ein Pferd duldet nur den Reiter auf sich, der seinem Temperament
gewachsen ist. Und ein Volk erhält automatisch immer die Regierung,
die seiner Gesinnung und Qualität entspricht. |
Eller: En hest finder sig kun
i den rytter, der er dens temperament voksen. Og et folk får automatisk
altid den regering, der svarer til dets indstilling og kvalitet. |
| 27
Nichts entsteht, ohne dass ein anderes dafür zu Grunde geht. Entweder
also ersticke ich in mir allen primitiven Egoismus, oder ich lasse den
primitiven Egoismus in mir wie Unkraut wuchern und überlasse damit
Volk und Staat dem Verfall. Kompromisse, Halblösungen, Rücksichten
auf Gewohnheiten und üblichen Gefälligkeiten gibt es hier nicht. |
Der er intet, der opstår,
uden at noget andet samtidig går til grunde. Enten holder jeg altså
al primitiv egoisme i mig tilbage, eller jeg lader den primitive egoisme
i mir rase som ukrudt og overlader derved folk og stat til forfaldet. Kompromis'er,
halve løsninger, hensyn til, hvad man plejer og til de sædvanlige
behageligheder er der her ikke noget, der hedder. |
| 28
Abschliessend möchte man zu der Tatsache, dass kein Volk zu Grunde
gehen kann, das noch leben will, "Amen" sagen. Aber das wäre ein Fremdwort,
und so wollen wir besser sagen: "Gott helfe uns!" Aber auch das ist nicht
richtig. Gott hat dem Menschen von allem Anfang an einen durch Urteil und
Vernunft steuerbaren Willen mitgegeben, sodass er in der Lage ist, stets
sein Schicksal zu meistern und Herr der Situation zu bleiben. |
Afslutningsvist kunne
man til den kendsgerning, at intet folk kan gå til grunde, hvis det
stadig vil leve, sige "amen". Men det ville være et fremmedord, og
derfor ville vi hellere sige: "Gud hjælpe os!" Men heller ikke dette
er rigtigt. Gud har fra begyndelsen givet mennesket en vilje, der kan styres
gennem bedømmelse og fornuft, så det er i stand til stedse
at bemestre sin skæbne og forblive herre over situationen. |
| 29 Schon im dreissigjährigen
Kriege erkannte man das und urteilte: "Hilf dir selber, so hilft dir dein
Herre Gott!" Das ist kein Beweis gegen den lebendigen Gott, sondern für
ihn. |
Det erkendte man allerede i trediveårskrigen og mente:
"Hjælp dig selv, så hjælper dig din herre Gud!"
Det er ikke noget bevis imod den levende Gud, men for ham. |
30
Sagen wir also schlicht und einfach: "Aus Eisen werde Stahl!" Das ist eine
einfache, naturgegebene Tatsache, die niemand beargwöhnen kann. Tut
es dennoch eine ängstliche Seele, so sei ihr zum Troste gesagt, dass
es sich hier nicht um Kanonenstahl handelt, sondern um etwas was mehr ist
als Kanonenstahl, um ein stählernes, deutsches Herz, das wir brauchen.
Martin Brandstäter,
Kløvermarken. |
Lad os altså
slet og ret sige: "Af jern bliver der stål!" Det er en enkelt, naturgiven
kendsgerning, som ingen kan mistænke. Hvis alligevel en ængstelig
sjæl gør det, så lad det være sagt ham til hans
trøst, at det her ikke drejer sig om stål til kanoner, men
om noget, der er mere end kanonstål, om et stålsat, tysk hjerte,
som vi har brug for.
Martin Brandstäter,
Kløvermarken. |
| 31 Meine lieben Ostpreussen! |
Mine kære østprøjsere! |
| 32
Warum beschimpft einer den andern in den "Deutschen Nachrichten"? Warum
wird so manches gedruckt, das uns Flüchtlingen aus Ostpreussen garnichts
zu sagen hat? Müssten wir in dieser schrecklichen Zeit der Verzettelung
und Rache nicht mehr Ernst und Ehrfurcht beim Reden und Schreiben gebrauchen? |
Hvorfor skælder den
ene ud på den anden i "Deutsche Nachrichten"? Hvorfor trykkes der
så meget, der slet ikke har noget at sige til os flygtninge fra Østprøjsen?
Skulle vi i denne skrækkelige tid med sløseri og hævn
ikke have mere brug for alvor og ærefrygt, når vi taler og
skriver? |
| 33 Sind die vielen Millionen Toten,
die der Krieg gefordert, sind die vielen Menschen, die erfroren und jämmerlich
verhungert sind, keine laute Sprache Gottes an unser Ohr? Haben die hunderttausend
Flüchtlinge, meistens Ostpreussen, die in der Ostsee untergegangen
sind, mehr gesündigt als wir? Ich sage nein und nochmals nein. Wir
sind alle ohne Ausnahme Kinder des Todes und essen in Oksbøl das
Gnadenbrot. |
Er de mange millioner døde, som krigen har krævet, er
de mange mennesker, der fryser og er jammerligt udsultede, ikke Guds tydelige
tale til vore øre? Har de hundrede tusinde flygtninge, mest østprøjsere,
som gik til grunde i Østersøen, syndet mere end vi? Jeg siger
nej, nej og atter nej. Vi er alle uden undtagelse dødens børn
og spiser i Oksbøl nådsens brød. |
| 34 Diese Worte geben keinem eine Freibrief,
der da behauptet, auch heute noch, "von seiner Hitlergesinnung nicht lassen
zu können". |
Disse ord giver ikke nogen et fribrev, så han kunne påstå,
helt til idag, at han "ikke kan slippe fri af sine Hitler-indstilling". |
| 35
Backe - Ley verübten Selbstmord, kein Mensch wird sich aufhängen,
wenn ihn das Gewissen nicht peinigt und verklagt. Ihre Schande wird gegen
sie zeugen. |
Backe-Ley begik selvmord,
intet menneske vil hænge sig selv, hvis hans samvittighed ikke pinte
og anklagede ham. Deres skændsel vil vidne imod dem. |
| 36
Gewiss es ist schrecklich, zwei Jahre von der Familie getrennt zu sein,
jeden Tag den Stacheldraht und die Bajonette sehen zu müssen, wie
Herr August Gross in Nr. 17 schreibt. (47-17#34)
Aber die Soldaten beissen uns ja nicht, das Schlimmste ist bei uns Flüchtlingen,
dass sich der Stacheldraht der Glaubens- und Hoffnungslosigkeit um unser
Herz und Gemüt gespannt hat. -- |
Vist er det forfærdeligt
gennem to år at være adskilt fra familien, hver dag at måtte
se pigtråden og bajonetterne, som hr August Gross skriver i nr 17.
Men soldaterne bider os jo ikke, det værste ligger i os flygtninge:
Pigtråden har spændt tros- og håbløshed rundt
om vort hjerte og sind. |
| 37 Wir gehören nicht in die westlichen
Zonen, die zum Teil schon überfüllt sind und die Hiesigen dort
ein Grauen befällt, die wandelnden Leichen sehen zu müssen. Wir
gehören nach Ostpreussen in unsere Heimat, weil aber unsere Heimat
soviel unschuldiges Blut getrunken hat, hat Gott uns und unser Land verflucht,
und uns hinausgetrieben, wie Adam und Eva aus dem Paradies. |
Vi hører ikke hjemme i de vestlige zoner, som tildels allerede
er overfyldte og hvor de lokale der føler gru ved at måtte
se de vandrende lig. Vi hører hjemme i Østprøjsen,
i vor hjemstavn, men fordi vor hjemstavn har drukket gå meget uskyldigt
blod, har Gud forbandet os og vort land og drevet os ud, som Adam og Eva
fra paradiset. |
| 38
Ostpreussische Leidensgefährten! Goebbels posaunte immer wieder in
das Mikrophon: Wir haben 100 Millionen Menschen, wir müssen siegen!
Dieser Selbstmörder, der sich so brüstete, musste doch die Giftdosis
herunterschlucken, weil er das Wort verachtet hat. Sage ja keiner, ich
bin ein Bibelforscher, ich wünschte einer zu sein, um die Wahrheit
zu treffen. Nein das Herz krampft sich einem im Leibe, wenn man immer wieder
hört, dass die in Deutschland hungern müssen. |
Østprøjsiske
lidelsesfæller! Goebbels råbte igen og igen ind i mikrofonen:
Vi har 100 millioner mennesker, vi må sejre! Denne selvmorder, der
brystede sig sådan, måtte dog sluge sin giftampul, fordi han
havde foragtet ordet. Ingen skal sige, at jeg er bibelforsker, jeg kunne
ønske at være det for at finde sandheden. Nej, hjertet krymper
sig i livet på én, når man atter og atter hører,
at dem, der er i Tyskland, må sulte. |
39 Es trabt durch deutsches Land
ein mageres Pferd
Es sitzt darauf ein schrecklich dürrer Reiter
Der Hunger ist sein fürsterliches Schwert
Es ist des Todes Wegbereiter. |
Der traver gennem de tyske lande en mager hest,
Der sidder derpå en skrækkelig hård rytter
sulten er hans frygtelige sværd,
Han er dødens forrider. |
| 40
Wir klagen die Kirchen beider Konfessionen an, dass sie damals die Blutschuld
nicht an den Pranger gestellt haben, die heute auf uns und auf unsern Kindern
wie ein Bannfluch lastet. Eine deutsche Arbeiterfrau wurde vom Sondergericht
Königsberg hingerichtet, weil sie für ihren Sohn zwei Pulswärmer
von der N.S.V. genommen und nach Russland geschickt hatte. Ja, das deutsche,
polnische, russische, französische und dänische Blut fordert
Sühne. Es gibt nur ein Gegenmittel und das ist die öffentliche
Busse aller Schuldigen vor dem heiligen Gott. |
Vi anklager kirkerne af
begge konfessioner, at de dengang ikke havde sat den blodskyld i gabestokken,
som i dag hviler på os og vore børn som en forbandelse. En
tysk arbejderkone blev henrettet af særdomstolen i Königsberg,
fordi hun havde taget to muffedisser til sin søn fra N. S. V. og
sendt dem til Rusland. Ja, det tyske, polske, russiske, franske og danske
blod forlanger soning. Der findes kun ét modmiddel og det er den
offentlige bod fra alle skyldige overfor den hellige Gud. |
41
Es hat sich vieles unter den Flüchtlingen in Dänemark geändert.
Man könnte einem die Hände küssen, wenn man sieht, wie der
eine dem andern in die Not entgegenkommt. Ich bitte auch die andern alle,
die Feuer spucken und im Geiste des Satans gebraten, gepökelt und
eingelegt sind, sich zu bessern.
Emil Senff,
Oksbøl. |
Meget har ændret sig
blandt flygtningene i Danmark. Man kunne kysse deres hænder, når
man ser, hvordan den ene kommer den anden til hjælp i nøden.
Jeg beder også alle de andre, der spruder ild og er stegt, saltet
og marineret i Satans ånd, at forbedre sig.
Emil Senff,
Oksbøl. |
| 42 Der Film von neuen Deutschland |
|
| 43
Ein lebenswahres Bild vermittelte uns der mit grosser Spannung erwartete
Film vom neuenDeutschland, das wir Flüchtlinge, die wir zwei Jahre
fern der Heimat leben, noch garnicht kennen. Tief erschütterten uns
die lebenswahren Typen im Guten und Bösen aus einem grauenvollen Alltag
deutscher Not. -- |
|
| 44 Welch tiefes Verantwortungsbewusstsein
und welch Gefühl der Mitschuld besitzt der junge Arzt, der vollkommen
seelisch aus der Bahn geworfen, vom Kriege heimgekehrt ist. Er sucht Vergessen
im Alkohol und lasterhaftem Leben! Da begegnet ihm zu guter Stunde der
rettende Engel in Gestalt eines Mädchens, dass das grauenvolle K.Z.-Erlebnis
hinter sich hat. |
|
| 45 Trotz allem hat sie ihren Lebensmut,
die seelische Spannkraft und den Glauben an das Gute in jedem Menschen
erhalten. Sie macht es sich zur Aufgabe, den an der Erinnerung schwer tragenden
Chirurgen an die Pflicht des Lebens wieder heranzuführen, in deren
höchster Erfüllung das wieder gutgemacht werden kann, was die
anderen in verbrecherischer Gedankenlosigkeit und gewissenloser Gleichgültigkeit
an wehrlosen Menschen gesündigt haben. |
|
| 46 Dagegen sein Gegenspieler, der uns in
der trefflich gezeichneten und dargestellten Type des Hauptmanns begegnet,
eine Typs, die uns unzählige Male im Leben über den Weg läuft,
die zu sehen uns aber nicht genügend die Augen geöffnet sind.
Er ist satt, selbstbewusst, korrent bürgerlich und innerlich korrupt
und feige. |
|
| 47 Im Gegensatz zu dem von seinem
Gewissen geleiteten jungen Arzt bedrückt ihn nicht der in Polen gegebene
Wehrmachtsbefehl, der unschuldige Männer, Frauen und Kinder brutal
und sinnlos in den Tod schickte, eine Tat, die das Gewissen ein Leben lang
nicht zur Ruhe kommen lassen dürfte. |
|
| 48 Wie leicht wird er mit diesem
Leben fertig, wie kaufmännisch tüchtig weiss er das Leben in
der Heimat zu meistern. Woraus man Geld macht, ist ihm egal. Er denkt gewiss
nicht daran, dass die von ihm in grosser Anpassungsfähigkeit zu Kochtöpfen
verarbeiteten Stahlhelme das Symbol des Krieges, des Todes sind. -- |
|
| 49 Eine sympathische und rührende
Type ist der alte Optiker, der in stiller Pflichterfüllung seinen
grauen Alltagsweg geht. Er steht klaglos vor den Trümmern seines arbeitsreichen
Lebens und ist erfüllt von der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seinem
vermissten Sohne. |
|
| 50
Wie stellten sich die Zuschauer dem Erlebnis dieses Films gegenüber
ein? Nach ihrem Verhalten und ihren Äusserungen zu urteilen, ist den
wenigsten die Tiefe der lebenswahr und anklagend gezeichneten Typen aufgegangen.
Empörend zu hören, wie manche den jungen Arzt als schlapp, unmännlich
und "unsoldatisch" bezeichneten. |
|
51 Sie stellen sich mit solch traurigem
Urteil selbst die schlechteste Kennkarte aus, die auf irregeleitete Anschauung
über Menschenwürde durch Generationen hindurch schliessen lässt.
Ihnen, den oberflächlich Urteilenden, dürfte nicht aufgegangen
sein, was dieser Film uns zu sagen hat. Er ist Aufrüttelung unseres
Gewissens und Aufruf an alle, die gewillt sind, Menschenrechte in jeder
ihrer Handlunden zu vertreten. Vernunft, Verstand und Menschenliebe gipfeln
in der einen Forderung: "Krieg dem Kriege!"
Peter Goldschagg,
Kopenhagen. |
|
| 52 Über Liermann und seinen
verrückten Artikel (47-17#1) |
Om Liermann og hans forrykte artikel |
| 53
Ich kenne Herrn Liermann ziemlich genau, nein, ich kenne ihn ganz genau.
Ganz genau! so genau wie ihn kein anderer kennen kann. Über eins wollen
wir uns gleich zu Anfang klar sein: Liermann ist uverbesserlich! Es hat
wenig Sinne, über ihn zu schimpfen. |
Jeg kender hr Liermann temmelig
nøje, nej, jeg kender ham ganske nøje. Ganske nøje!
så nøje, som ingen andre kan kende ham. Én ting skal
vi være klar over fra begyndelsen: Liermann er uforbederlig! Det
giver ingen mening at skælde ud på ham. |
| 54 Wir wollen nur festhalten, dass er ein
ausgesprochener Meckerkopf ist, was er übrigens auch zugibt, und ich
glaube es entspricht dem Urteil der meisten, die ihn kennen, wenn ich schreibe,
dass Liermann gerne aus der Reihe tanzt, was er mit seinem letzten Aufsatz
ja zur Genüge bewiesen hat. |
Vi vil kun holde fast i, at han er et udtalt brokhoved, hvad han forøvrigt
også selv indrømmer, og jeg tror, det svarer til bedømmelsen
hos de fleste af dem, jeg kender, når jeg skriver, at Liermann gerne
tillader sig afvigelser, hvilket han med det sidste læserbrev jo
også til fulde har bevist. |
| 55
Er freut sich, dass die Redaktion nach soviel ihm gegenüber bewiesener
Gehässigkeit sich zu den äusserst sachlichen und richtigen Urteil
durchringen konnte, dass Liermann die im Aufsatz zu erörteernden Probleme
zu leichtfertig, zu oberflächlich und zu einseitig behandelt hat.
Denn das hat er auf jeden Fall! |
Han glæder sig over,
at redaktionen efter at have vist så meget had imod ham kunne kæmpe
sig frem til den yderst saglige og rigtige bedømmelse, at Liermann
har behandlet de i læserbrevet nævnte problemer for letfærdigt,
for overfladisk og for énsidigt. For det har han i hvert fald! |
| 56
Herr Liermann ist nun nicht etwa doof, das muss man nicht glauben. Es war
auch nicht seine Absicht, den demokratischen Neuaufbau zu sabotieren. Hätten
Artikel anderer Einsender vorgelegen, die sich ernsthaft mit den Problemen
unserer Zeit beschäftigten, wäre Liermann jederzeit mit seinem
Quatsch zurückgetreten. Er weiss recht gut, dass die Fragen, die Lösung
verlangen, lange und gründlich durchdacht und besprochen werden müssen,
soll Deutschland nicht wieder ein Opfer der Redaktion ... Verzeihung, der
Reaktion werden. |
Hr Liermann er nu ikke så
dum, det må man ikke tro. Det var heller ikke hans hensigt at sabotere
den demokratiske nyopbygning. Hvis der havde været artikler fra andre
afsendere, som for alvor havde beskæftiget sig med vor tids problemer,
så ville Liermann til hver en tid have trukket sig tilbage med sit
vrøvl. Han ved ganske godt, at de spørgsmål, der forlanger
løsning, skal gennemtænkes længe og grundigt, hvis Tyskland
ikke igen skal blive offer for redaktionen ... undskyld, for reaktionen. |
| 57 Er würde sich, käme
es zu einer ernsthaften Diskussion, entschieden gegen den Vorwurf wehren,
er sei ein 3/4 Nazi mit anarchistischem Überguss. |
Hvis det kom til en alvor diskussion, ville han afgjort værge
for sig imod den anklage, at han var 3/4 nazist med anarkistisk overtræk.
(47-17#24) |
| 58
Liermann sieht den Ernst unserer Lage vollkommen ein. Es lag ihm daran,
so ganz nebenbei einige bittere Wahrheiten zu beleuchten. Dass das der
Abwechslung halber mal in andere Form geschah, dass er seine Kritik in
den Mantel des Spottes hüllte, war zwar der Redaktion peinlich, den
Flüchtlingen scheint es aber gefallen zu haben. |
Liermann indser fuldstændig
vor situations alvor. Det lå ham på sinde, sådan helt
i forbifarten at belyse nogle bitre sandheder. At det for afvekslingens
skyld for en gang skyld skete i en anden form, at han indhyllede sin kritik
i spottens overfrakke, var ganske vist pinligt for redaktionen, men flygtningene
synes at have kunnet lide det. |
| 59 In übrigen meint Liermann,
dass die Redaktion zumindest so gut lästern kann wie er selbst. Er
beneidet sie darum! Aber Redakteure müssen es ja auch verstehen, es
gehört ja mit zu ihrem Beruf, andere Leute zu blamieren. Zudem besitzen
sie auch Übung darin. |
Iøvrigt mener Liermann, at redaktionen kan spotte mindst
lige så godt som han selv. Det er han misundelig på dem for.
Men det må redaktører jo også have forstand på,
det hører jo med til deres job, at blamere andre mennesker. Desuden
får de også øvelse i det. |
| 60
Liermann ist aber auch ehrlich. Er erkennt an, dass die Redaktion wohl
seinen Aufsatz gekürzt hat, aber immerhin so, dass der Inhalt desselben
nicht verändert wurde. Er erkennt weiter an, dass das Duell: "Liermann
contra Redaktion" mit einem Punktsieg für die Redaktion endigte. Also
1:0 für die Redaktion. -- Ja, ja! Liermann ist ein komischer Kauz. |
Men Liermann er også
ærlig. Han anerkender, at redaktionen nok havde forkortet hans artikel,
men alligevel sådan, at indholdet af den ikke blev forandret. Han
anerkender også, at duellen: "Liermann imod redaktionen" sluttede
med en punktsejr for redaktionen. Altså ét-nul til redaktionen
-- -- Ja, ja, Liermann er en underlig snegl. |
61
Abschliessend noch dies: Sie meinen, Herr Liermann würde fuchsteufelswild,
stehle man ihm seine Bäume aus seinem Garten. Ach nein, so stürmisch
ist Herr Liermann nicht. Er wird vielmehr einen Knüppel nehmen, nachdem
er zuvor kühl überlegt hätte, was zu tun sei und würde
dann den ersten besten Dieb, den er erwischte, mit eben jenem Knüppel
drei überziehen. Käme ihm einer von der Redaktion zwischen die
Finger, der bekäm bestimmt das Doppelte: denn Stehlen ist Stehlen,
auch wenn man es organisieren nennt!
von Rudi Liermann |
Afslutningsvist
endnu dette: De mener, at hr Liermann ville blive edderspændt rasende,
hvis man stjal hans træer fra hans have. (47-17#19)
Ak nej, så opfarende er hr Liermann ikke. Han vil i stedet få
fat på en knippel, efter at han i forvejen køligt havde overvejet,
hvad der var at gøre, og så ville han give den første
den bedste tyv, som han snuppede, tre slag med just denne knippel. Hvis
han fik fingre i én fra redaktionen, ville han bestemt få
det dobbelte: For at stjæle er at stjæle, også selv om
man kalder det at organisere!
af Rudi Liermann. |
| 62 Die Nazis in den Lagern |
Nazisterne i lejrene |
| 63
Es gibt Flüchtlinge, die gerne hierbleiben möchten. Gemeint sind
diejenigen, die unter das Entnazifizierungsgesetz fallen und hier noch
zum grössten teil in den Büroräumen als Bürokraten
sitzen und Angst vor der Aufdeckung ihrer unmenschlichen Tagen haben, aber
jetzt einen Schafspelz umgehängt haben und sich rühmen, beste
Demokraten zu sein. |
Der er flygtninge,
der gerne vil blive her. Jeg mener de, som falder ind under afnazifiseringsloven
og her stadigvæk for størstedelens vedkommende sidder som
bureaukrater i kontorerne og er bange for, at deres umenneskelige dage
skal blive opdaget, men nu har hængt en fårepels om sig og
praler af at være de bedste demokrater. |
| 64 Zum grössten Teil werden sie aber
doch an ihren Handlungen und Taten erkannt. Alle Pgs sind mit schuldig,
Deutschland in diesen Trümmerhaufen verwandelt zu haben. Sie sträuben
sich aber so lange es irgend geht, an den Wiederaufbau unseres Vaterlandes
heranzugehen. Denn sie haben nicht die Aussicht, wieder in ihre alten Funktionärposten
zurückzukehren. |
Men for størstedelens vedkommende bliver de dog erkendt på
deres handlinger og gerninger. Alle partimedlemmer er medskyldige i at
have forvandlet Tyskland til en ruinhob. Men de stritter imod, sålænge
det bare går, mod at deltage i genopbygningen af vort fædreland.
For de har ikke udsigt til igen at vende tilbage til deres funktionærposter. |
| 65 Man kann es diesen Leuten wohl
nachfühlen, dass sie nicht mehr in die Heimat zurückkehren möchten. |
Man kan vel godt forstå disse mennesker, at de ikke mere vil
vende tilbage til hjemstavnen. |
| 66
Für uns Demokraten liegt das anders. Für uns ist die Freiheit
das grösste Ideal, welches ein Mensch erstreben und besitzen kann.
Es heisst ja auch schliesslich mit Recht, die Flüchtlinge sind lange
genug in Dänemark, sie haben ungeheure Summen verschlungen, dem ist
wohl nichts hinzuzufügen. Dann sollte wenigstens solchen Menschen
geholfen werden, die wirklicht gewillt sind heimzukehren, denn wir sind
nicht freiwillig nach Dänemark gekommen. |
For os demokrater
ligger det anderledes. For os er friheden det største ideal, som
et menneske kan stræbe efter og eje. Det hedder jo da også
til syvende og sidst med fuld ret, at flygtningene har været længe
nok i Danmark, de har opædt uhyre summer, der er ingen grund til
at gøre dem større. Så skulle i det mindste de mennesker
hjælpes, som virkelig er sindet at vende hjem, for vi er ikke kommet
frivillig til Danmark. |
| 67 Uns Demokraten wurde vielfach die Pistole
auf die Brust gesetzt, und um nicht fünf Minuten vor zwölf von
dieser braunen Mordpest erschossen zu werden, musste man, ob man wollte
oder nicht, dem Druck Folge leisten, den diese braunen Mordbanditen ausübten. |
Vi demokrater fik mange gange pistolen sat for brystet, og for ikke
at blive skudt fem minutter i tolv af denne brune mordpest, måtte
man, hvad enten man ville eller ej, bøje sig for det tryk, som disse
mordbanditter udøvede. |
| 68
Wie sieht es heute in den Flüchtlingslagern mit der Demokratie aus?
Wir wissen das selbst, und es muss auch ein jeder sagen, dass es in vielen,
ja in den meisten Lagern noch sehr an Demokratie mangelt. Es gibt zu viele
noch immer ideologisch verseuchte frühere N.S.D.A.P-Mitglieder. Wir
Antinazisten verstehen nicht die Bevorzugung dieser Menschen, die von uns
sozusagen mit Glacéhandschuhen angefasst werden sollen. |
Hvordan ser det i dag ud
i flygtningelejrene med demokratier? Vi véd det selv, og det må
også enhver sige, at der i mange, ja i de fleste lejre endnu er mangel
på demokrati. Der er for mange tidligere NSDAP-medlemmer, der endnu
ideologisk er smittede. Vi antinazister forstår ikke, at disse mennesker
foretrækkes, som af os så at sige skulle tages på med
fløjlshandsker. |
| 69 Wenn man mitunter mal an verantwortliche
Menschen herantritt und fragt, wie das möglich ist, dass das Lager
noch zum grössten Teil von ehemaligen Nazis verwaltet wird, bekommt
man meistens die Antwort, dass die Stellen nicht mit Demokraten besetzt
werden können, was mitunter wohl, aber keineswegs immer zutrifft.
Ich für meine Person glaube,dass auch in unseren Reihen Kräfte
vorhanden sind, welche die Verwaltungsarbeit ausführen können. |
Når man af og til engang træder frem for et ansvarligt
menneske og spørger, hvordan det er muligt, at lejren endnu for
størstedelens vedkommende forvaltes af tidligere nazister, så
får man for det meste det svar, at stillingerne ikke kan besættes
med demokrater, hvilket af og til vel er rigtigt, men slet ikke altid.
Jeg for mit vedkommende tror, at der også i vore rækker er
kræfter til stede, som kunne udføre forvaltningsarbejdet. |
70 Nazistische Frauen sowie Männer
sitzen heute noch leider an der Futterkrippe und verwalten uns noch. Das
gibt einem jeden Demokraten zu denken. Es ist ihm nicht übel zu nehmen,
dass er sich schämt, von solchen Leuten verwaltet zu werden. Denn
diese Leute haben doch zur Genüge bewiesen, dass sie nicht verstehen,
einen Staat zu regieren, sie sind doch Schuld an Deutschlands Katastrophe.
Ferdinand Reiss, Aalborg West Bar. 27/10 (Reaktion: 47-27#26) |
Nazistiske kvinder og nazistiske mænd sidder desværre idag
stadig på foderkrybben og forvalter os stadigvæk. Det giver
enhver demokrat noget at tænke over. Man må ikke tage ham det
ilde op, at han skammer sig over at forvaltes af den slags mennesker. For
disse mennesker har dog i tilstrækkelig høj grad bevist, at
de ikke forstår at regere en stat, de er dog skyld i Tysklands katastrofe.
Ferdinand Reiss, Aalborg West. Bar. 27/10. |
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